Referierende
  • Mami Mizutori
    Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs für die Verringerung des Katastrophenrisikos und Vorsitzende des UN-Büros für Katastrophenvorsorge (UNDDR)
  • Armin Schuster
    Präsident
    Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
  • Dr. Bärbel Kofler
    Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe
  • Christian Reuter
    Generalsekretär
    Deutsches Rotes Kreuz e.V.
  • Dr. Irene Mihalic
    Innenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion
    Bündnis 90/Die Grünen
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Workshop
25.10.2021 // 14:30

Von weißen, grauen und schwarzen Schwänen: Anforderungen an den Bevölkerungsschutz in der Zukunft

Wie verändern sich Gefahren und Risiken, potenzielle Betroffenen und Organisationen des Bevölkerungsschutzes? Welche Anforderungen werden künftig an den Bevölkerungsschutz gestellt? Welche Lernerfahrungen aus der Flüchtlingssituation 2015/16 und der SARS-CoV-2-Pandemie sind richtungsweisend?
Sowohl die Flüchtlingslage 2015/16 als auch die SARS-CoV-2-Pandemie wurden als „Schwarze Schwäne“ empfunden – obwohl sie es längst nicht waren. Die Migrationsbewegungen waren ebenso vorhersehbar wie eine Pandemie, wenn auch Zeitpunkt und Umfang nicht bekannt waren. Der Bevölkerungsschutz fußt in seinen Planungen in der Breite auf einer Fortschreibung gut beherrschbarer Szenarien der Vergangenheit, denn der Umgang mit weißen Schwänen – den allseits bekannten Ereignissen, aus dessen vergangenem Erfahrungshorizont man auf zukünftiges Verhalten schließt – ist schon fordernd genug. Graue (unwahrscheinliche Ereignisse) oder gar schwarze Schwäne (bislang allenfalls im Ansatz angedachte Ereignisse wie bspw. „komplexe Katastrophen“) kommen immer noch selten in den Planungen vor, wenn auch sich das Feld langsam zu wandeln scheint. In dem Workshop soll es darum gehen, auszuloten, welche Bedingungen und Wechselwirkungen auf der Ebene a) zukünftiger Gefahren und Risiken, b) der potenziellen Betroffenen sowie c) der Organisationen des Bevölkerungsschutzes relevant für einen Bevölkerungsschutz in der Zukunft sein könnten. Anhand der Beispiele der Bewältigung der beiden letzten großen Lagen in Deutschland – der Flüchtlingslage 2015/16 und der SARS-CoV-2-Pandemie – sollen zukünftige Anforderungen diskutiert und zudem ermittelt werden, inwieweit Lernerfahrungen aus diesen „atypischen“ Lagen zukunftsweisend sein könnten.
Cordula Dittmer
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Katastrophenforschungsstelle, Freie Universität Berlin
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Dr. Cordula Dittmer ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Katastrophenforschungsstelle (KFS) der Freien Universität Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte in den Projekten WAKE und BePAL liegen in der Analyse der Bewältigung der Flüchtlingslage 2015/16 sowie in der SARS-CoV-2 Pandemie durch den Bevölkerungsschutz.
Daniel Lorenz
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Katastrophenforschungsstelle, Freie Universität Berlin
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Daniel F. Lorenz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Katastrophenforschungsstelle (KFS) der Freien Universität Berlin und Vorsitzender von Katastrophennetz e.V. Er arbeitet gegenwärtig zur Rolle des Bevölkerungsschutzes während der Flüchtlingssituation 2015/16 sowie in der Bewältigung der gegenwärtigen SARS-CoV-2 Pandemie.

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