Workshops

Stärkung der Resilienz städtischer Kleinst-, Klein- und mittelständischer Unternehmen in Bezug auf multiple Risiken und komplexe Krisen (DE/EN)

Ergebnisse

Die seit 2020 anhaltende Covid-19-Pandemie, der Starkregen im Juli 2021 sowie nationale und internationale Konflikte bedrohen die Existenzen von Kleinst-, Klein- und mittelständischen Unternehmen (KKMU) unterschiedlicher Branchen. Dies gilt in Deutschland ebenso wie in anderen von multiplen Risiken und komplexen Krisen bedrohten Ländern. Insbesondere Klein- und Kleinstunternehmen können den oftmals hohen finanziellen Schaden sowie materielle Verluste und Personalabwanderung nach und während multipler Gefahrenlagen oder komplexer Krisen nicht abfedern und müssen den Betrieb einstellen. Dabei bilden KKMU das Rückgrat der kommunalen Wirtschaft und tragen mit der Abdeckung zentraler Bedarfe zur Versorgung von Gesellschaften bei. Eine Einschränkung ihrer Handlungsfähigkeit würde nicht nur erhebliche Versorgungsprobleme erzeugen, sondern auch Auswirkungen auf das Funktionieren der gesamten Wirtschaft haben.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts „Management multipler Risiken bei Extremereignissen in schnell wachsenden (Mega)Städten Myanmars (MYrisk)“ führten das Institut für Schutz und Rettung (ISR) der Berufsfeuerwehr Köln und das Geographische Institut der Universität zu Köln (UzK) vom 24.08. bis 15.10.2021 in Kooperation mit der Industrie- und Handelskammer zu Köln (IHK Köln) eine Befragung zur Katastrophenwahrnehmung und -vorsorge von KKMU der Stadt Köln durch. In einer zweiten Phase werden nun KKMU in Yangon zu den gleichen Themen befragt. Ziel ist die Untersuchung der Frage, wie gut und in welcher Weise KKMU auf multiple Risiken vorbereitet sind und wie ihre Vorsorge verbessert werden kann.

Insgesamt wurden 775 Fragebögen von Kölner Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Betriebsgrößen ausgefüllt. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass viele Betriebe auf potenzielle Katastrophen nicht ausreichend vorbereitet sind und es generell an Risikobewusstsein mangelt. Die Anzahl an KKMU, die bereits Vorsorgemaßnahmen getroffen haben, nimmt mit steigender Betriebsgröße zu. Die Ergebnisse zeigen, dass die Vulnerabilität und der Umfang der Vorsorgemaßnahmen abhängig von der Betriebsgröße und der Branche sind. Besonders vulnerabel sind junge Kleinst- und Kleinunternehmen (<50 Mitarbeiter*innen) und mittlere Unternehmen (250-500 Mitarbeiter*innen) sowie die Branchen Einzelhandel, Gastgewerbe, Groß- und Außenhandel, Medienwirtschaft und Grundstücks- und Wohnungswesen. Gründe dafür sind, dass diese Betriebe oft in Risikogebieten angesiedelt sind und infolge fehlenden Risikobewusstseins keine oder nicht ausreichende Katastrophenvorsorgen treffen. In vielen Unternehmen fehlt es etwa an Sicherungen von Daten, an Notfallplänen und dem Abschluss wichtiger Versicherungen. Zudem haben besonders die kleineren Betriebe meist nicht die Ressourcen, Kapazitäten und Arbeitskraft, um adäquate Vorsorgemaßnahmen zu treffen. Neben der Größe der Betriebe zeigte auch das Alter der Unternehmen Auswirkungen auf die Vorsorge. Ältere Unternehmen konnten meist schon etablierte Maßnahmen vorweisen, jüngere Unternehmen dagegen weniger.

Ziel des Workshops ist es, gemeinsam Konzepte und Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um KKMU im Hinblick auf eine adäquate und ggf. branchenbezogene Katastrophenvorsorge zu unterstützen sowie auf komplexe Krisen und multiple Risiken besser vorzubereiten. Im Workshop sollen Kommunikationsstrategien für KKMU diskutiert werden, um diese besser auf adäquate Katastrophenvorsorge hinzuweisen; ferner sollen Handlungsempfehlungen für kommunale Akteure erarbeitet werden, die KKMU bei verbesserter Vorsorge unterstützen.

Gemeinsam mit Expert*innen aus Katastrophenvorsorge und -bewältigung, aus Industrie-, Handels- und Handwerkskammern und anderer Wirtschaftsvertreter*innen sowie mit Akteuren aus der Privatwirtschaft sollen die Risikokommunikation für KKMU mit Blick auf komplexe Krisen und multiple Risiken diskutiert sowie Wege verbesserter Bereitstellung von Handlungsempfehlung zur Sicherung der Existenzen erarbeitet werden.


Speaker
Frauke Kraas
Universität zu Köln
Wissenschaftlerin

Marlene Willkomm
Stadtentwässerungsbetriebe Köln
Stellvertretende Leiterin der Hochwasserschutzzentrale
+ Ergebnisse

The Times They Are A-Changin' - Psychosoziale Lagebilder und Notfallversorgung vor dem Hintergrund komplexer werdender Krisen und Katastrophen (DE)

Dieser Workshop widmet sich der Frage des Aufbaus psychosozialer Lagebilder sowie der Aufstellung der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) im Deutschen Roten Kreuz vor dem Hintergrund komplexer Krisen und Katastrophen.

Ergebnisse

Krisen und Katastrophen wie der Ukraine-Krieg, das Jahrhundert-Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen oder die Corona-Pandemie haben das Potential durch psychosoziale Folgen wie Einsamkeit, Stress oder Angst langanhaltend und tiefgreifend in die Gesellschaft hineinzuwirken. Die komplexen und vielfältigen Krisen und Katastrophen der letzten Jahre zeigen auf, dass es neben medizinischer und technischer Hilfeleistung auch psychosozialer Versorgungsangebote für Betroffene und Einsatzkräfte bedarf.

Das Ziel des Workshops ist es mit den Teilnehmenden über psychosoziale Belastungen und deren professionelle Bearbeitung durch die Bereitstellung psychosozialer Lagebilder und Psychosozialer Notfallversorgung infolge komplexer Krisen und Katastrophen zu diskutieren. Ausgehend von Impulsvorträgen zu dem Forschungsprojekt "Bewältigung Psychosozialer Lagen in Krisen und Katastrophen” (PsychoKat) strebt der Workshop einen interaktiven Austausch mit den Teilnehmenden an. Es wird Zeit und Raum für Diskussionen geben, welche die Facetten, Potenziale und Grenzen von psychosozialen Lagebildern und Psychosozialer Notfallversorgung angesichts komplexer werdender Krisen- und Katastrophenlagen beleuchten sollen. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis sind genauso willkommen wie diejenigen, die sich den Themen zum ersten Mal widmen.


Speaker
Laura Aßmann
Deutsches Rotes Kreuz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Eva Steinberger
Deutsches Rotes Kreuz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sebastian Sterl
Freie Universität Berlin
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Nils Lüttschwager
Freie Universität Berlin
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
+ Ergebnisse

Ein gesellschaftsübergreifender Ansatz zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und effizienteren Reaktion auf städtische Krisen (EN)

Ein gesellschaftsübergreifender Ansatz zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit und effizienteren Reaktion auf städtische Krisen.

Ergebnisse

Städte und Stadtbewohner auf der ganzen Welt sind in zunehmendem Maße vom Klimawandel (Hitzewellen, Überschwemmungen, Anstieg des Meeresspiegels, Stürme, Dürre/Erschöpfung des Grundwassers usw.) und anderen durch Naturkatastrophen (Erdbeben, Erdrutsche) ausgelösten Schocks und Belastungen sowie von Pandemien, Gewalt und bewaffneten Konflikten betroffen, die die Bevölkerung und kritische Infrastruktursysteme in Mitleidenschaft ziehen und zu menschlichen Katastrophen, aber auch zu erheblichen Schäden an der Infrastruktur und zur Unterbrechung von Dienstleistungen und in der Folge zu massiven wirtschaftlichen Schäden auf allen Ebenen führen.

Die Zukunft der Städte hängt weitgehend davon ab, inwieweit die Infrastrukturen und die Einwohner der Städte gegenüber Schocks und Belastungen widerstandsfähig sind und ob die Verwaltungsstrukturen und die institutionellen Strukturen für die Bewältigung von Krisensituationen und die Erholung von solchen Schocks eingerichtet sind. Die Stadtverwaltungen müssen die Katastrophenvorsorge in ihre Raumplanung, ihre Politik und ihre Sozialschutzmechanismen einbeziehen und Notfallpläne aufstellen, die antizipatorische Maßnahmen und Bereitschaft beinhalten und über einen gut ausgearbeiteten Bericht und klare Zuständigkeiten der zahlreichen beteiligten Akteure verfügen.

Der Aufbau von Widerstandsfähigkeit und die Reaktion auf Schocks und Krisen müssen einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz verfolgen, der eine effektive Zusammenarbeit aller Beteiligten erfordert.

Die Nationalen Gesellschaften des RCRC leisten weltweit humanitäre Hilfe und unterstützen die Katastrophenvorsorge in Städten und Gemeinden. Sie verfügen über vielfältige Erfahrungen in der Arbeit in städtischen Umgebungen, die durch den Klimawandel oder Naturkatastrophen verursachten Schocks und Belastungen ausgesetzt sind, sowie in Kontexten von Gewalt und bewaffneten Konflikten. In der Erkenntnis, dass die Herausforderungen, denen sich die städtische Bevölkerung gegenübersieht, eher zu- als abnehmen werden, haben IFRC und IKRK vor kurzem zwei Resolutionen verabschiedet, in denen sie die gesamte Mitgliedschaft des RCRC auffordern, ihr Engagement in städtischen Gebieten sowohl bei der Katastrophenvorsorge und -vorsorge als auch bei der Katastrophenhilfe zu verstärken: die Resolution "Strengthening the resilience of urban communities: Unser Weg nach vorn" und die Resolution zum "Krieg in den Städten".

Nationale RCRC-Gesellschaften sind in ihrer Hilfsfunktion für nationale und städtische Regierungen starke Partner für den Aufbau von Resilienz in städtischen Kontexten mit Schwerpunkt auf den am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen und können bei der Bildung von Koalitionen und der Erleichterung der Kommunikation und Interaktion von Gemeinschaften mit städtischen Behörden, dem Privatsektor und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen eine wichtige Rolle spielen, um städtische Anfälligkeiten und Risiken zu verringern und die Katastrophenvorsorge, Bereitschaft und vorausschauende Maßnahmen zu fördern, um das Eintreten der schlimmsten Katastrophenfälle in Städten zu verhindern.


Speaker
Eleni Myrivili
Global Chief Heat Officer | UN-Habitat
Senior Advisor on Heat Resilience | City of Athens

Aynur Kadihasanoglu
Global Disaster Preparedness Center/ American Red Cross
Senior Advisor Urban Community Climate Resilience

Fruzsina Straus
UN-Habitat
Africa Region lead on urban climate resilience and DRR

Cecilia Schmoelzer
IFRC
Senior Officer for Urban Preparedness and Response

Hanna Regine Iguid
Philippinische Rotkreuzgesellschaft
Administrator of the Philippine Red Cross Rizal Chapter, Pasig-Pateros Branch
+ Ergebnisse

Lagebild Bevölkerungsverhalten (DE)

Der Workshop bietet einen gemeinsamen Austausch über Bedürfnisse und Erwartungen, Verhaltensweisen und Resilienzpotenziale verschiedener Bevölkerungsgruppen bei Krisen und Katastrophen. Die Ergebnisse werden im Hinblick auf ihre Implikationen für ein effektives staatliches Krisenmanagement reflektiert.

Ergebnisse

Expertinnen und Experten gehen angesichts der Klimakrise davon aus, dass in Zukunft mit einer Zunahme extremer Wetterereignisse zu rechnen sei, die unsere Gesellschaft vor weitreichende ökologische, ökonomische und soziale Herausforderungen stellen. In den letzten Jahren drehen sich die Fachdiskussionen deshalb vor allem um Fragen der Weiterentwicklung des Bevölkerungsschutzes, wobei auch die stärkere Einbindung der Zivilgesellschaft als Akteurin und die Forcierung ihrer (kollektiven) Selbsthilfefähigkeit stärker in den Blick gerät. Die Bevölkerung wird dabei weniger als passives Schutzobjekt betrachtet. Vielmehr gewinnen Formen zivilgesellschaftlichen Unterstützungs-engagements bei der Bewältigung von Krisen und Katastrophen eine größere Bedeutung.

Damit stehen Krisen- und Führungsstäbe vor einer neuen Herausforderung: dem Lagebild Bevölkerungsverhalten. Für ein differenzierteres Verständnis der Zivilbevölkerung und ihres Verhaltens bedarf es zunächst eines Hintergrundwissens über ihre soziale und psychosoziale Beschaffenheit. Auf Grundlage dieser Kenntnisse kann festgelegt werden, welche Informationen szenarien-spezifisch wertvoll für die Beurteilung und Entwicklung eines Lagebilds sind, aus welchen Quellen sich diese Informationen beziehen lassen und wie sie praxistauglich aufbereitet werden können.

An der Schnittstelle zwischen gesellschafts-wissenschaftlichen und anwendungsbezogenen Dimensionen des Krisenmanagements, beschäftigt sich der Workshop vor diesem Hintergrund mit den Anforderungen und Voraussetzungen eines Lagebilds Bevölkerungsverhalten. Im Rahmen mehrerer kurzer Impulsvorträge werden zunächst die drei BBK-Projekte „Entwicklung eines Sozialkapital-Radars für den sozialraumorientierten Bevölkerungsschutz (Sokapi-R)“, „Lagebild Bevölkerungsverhalten in der Stabsarbeit (LaBS)“ und „Systematische Analyse der Kommunikation in sozialen Medien zur Anfertigung Psychosozialer Lagebilder in Krisen und Katastrophen (#sosmap)“ vorgestellt und mit den Inhalten des BBK-Rahmenprojekts „Lagebild Bevölkerungsverhalten“ verbunden. Die darauffolgende Durchführung eines World-Cafés ermöglicht es den Teilnehmenden in einen gemeinsamen Austausch über Bedürfnisse und Erwartungen, Verhaltensweisen und Resilienzpotenziale unterschied-licher Bevölkerungsgruppen während Krisen und Katastrophen zu gehen. Im Plenum werden die Ergebnisse zusammengetragen und vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Vulnerabilitäten reflektiert sowie ihre Implikationen für ein effektives staatliches Krisen-management diskutiert.


Speaker
Bo Tackenberg
Bergische Universität Wuppertal
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Volker Tondorf
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Referent

Gesine Hofinger
Universität Jena
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Francesca Sonntag
Bergische Universität Wuppertal
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Tim Lukas
Bergische Universität Wuppertal
Akademischer Rat
+ Ergebnisse

Verbesserung der Notfallvorsorge von kritischen (Gesundheits-)Infrastrukturen: Erkenntnisse aus Theorie und Praxis (EN)

Ausfälle der Wasserversorgung stellen eine reale Gefahr für kritische Gesundheitsinfrastrukturen in Deutschland dar. Der Workshop lädt dazu ein, anhand neuer Forschungserkenntnisse aktuelle und zukünftige Herausforderungen der Notfallvorsorgeplanung gemeinsam zu diskutieren.

Ergebnisse

Wasser in ausreichender Menge und Qualität ist ein entscheidendes Element, damit kritische Infrastrukturen wie Gesundheitseinrichtungen ihren Betrieb aufrechterhalten können. Gefahrenereignisse, die mit einem Ausfall der Wasserversorgung einhergehen, wie die Hochwasserkatastrophe an der Ahr im Jahr 2021, stellen eine große Bedrohung für diese kritischen Infrastrukturen dar und führen zu kaskadenartigen Auswirkungen. Unzureichende soziale und organisatorische Bereitschafts- und Reaktionsstrukturen verstärken diese Risiken und können Menschenleben kosten - dennoch werden diese Strukturen bei der Notfallplanung oft vernachlässigt. Dies macht deutlich, wie wichtig es ist, unser Verständnis des Systems zu überdenken, organisatorische Aspekte zu integrieren und letztlich das System als Ganzes zu verändern.

Um sich nachhaltig an zukünftige Herausforderungen anzupassen, ist es notwendig, die Notfallvorsorge für kritische (Gesundheits-)Infrastrukturen aus einer ganzheitlichen Perspektive zu überdenken, was das Kernziel des Workshops ist.

Der Workshop basiert auf dem vom BMBF geförderten Forschungsprojekt NOWATER (Notfallvorsorgeplanung der Wasserver- und -entsorgung von Einrichtungen des Gesundheitswesens – organisatorische und technische Lösungsstrategien zur Erhöhung der Resilienz), das vorgestellt wird.

Zum Auftakt des Workshops werden Ergebnisse aus Literaturrecherchen, Experteninterviews, Befragungen, Vor-Ort-Besuchen und vorangegangenen Workshops vorgestellt, die die Erfahrungen relevanter Akteure mit Beeinträchtigungen der Wasserversorgung in deutschen Gesundheitseinrichtungen aufzeigen. Es folgt ein Einblick in Methoden der Risikoanalyse, notwendige Daten und Mindestanforderungen bei einem Ausfall der Wasserversorgung oder Abwasserentsorgung. Gemeinsam mit den Teilnehmern werden identifizierte Lücken und Barrieren sowie mögliche Lösungen und Ansätze einschließlich Vorschlägen für Mindestanforderungen hinsichtlich ihrer Eignung zur Verbesserung der Notfallvorsorgeplanung in Deutschland diskutiert. Darüber hinaus werden verschiedene Organisationskonzepte und Managementstrategien vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmern auf ihre Praxistauglichkeit hin bewertet. Die Ergebnisse des Workshops werden in die weitere Arbeit des NOWATER-Projekts einfließen und einen praktischen Leitfaden enthalten, um einen möglichst großen Praxisbezug zu gewährleisten.

Der Workshop wird vom United Nations University Institute for Environment and Human Security (UNU-EHS) in Bonn, der TH Köln - University of Applied Sciences (THK) und dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) im Rahmen des NOWATER-Projekts organisiert und moderiert.


Speaker
Jan Bäumer
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Referent

Christine Heinzel
Universität der Vereinten Nationen, Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Chris Hetkämper
Technische Hochschule Köln
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Nadine Rücker
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Referentin
+ Ergebnisse

Trinkwasserversorgung bei Großschadenslagen mit Zerstörung der Infrastruktur am Beispiel des Einsatzes des DRK-Landesverbandes Hessen im Ahrtal 2021 (DE)

Während der Hochwasserkatastrophe 2021 hat der DRK-Landesverband Hessen die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung im Ahrtal übernommen. Über einen Zeitraum von 14 Wochen wurden über 90 Ausgabestellen aufgebaut und betreut und über drei Millionen Liter Trinkwasser ausgegeben. 

Ergebnisse

Im Workshop solles insbesondere darum gehen, das Konzept der Trinkwasserversorgung im DRK am Beispiel des Landesverbandes Hessen vorzustellen, sich über die Erfahrungen aus dem Hochwassereinsatz im Ahrtal 2021 auszutauschen und gemeinsam über Perspektiven der Weiterentwicklung zu sprechen.


Speaker
Jacqueline Kempfer
Deutsches Rotes Kreuz - Landesverband Hessen
Landeskatastrophenschutzbeauftragte

Karlheinz Reinhardt
Deutsches Rotes Kreuz - Landesverband Hessen
Instruktor Technik, Logistik und Trinkwasseraufbereitung
Modulführer Trinkwasser der DRK-Landesverstärkung Hessen (Fritzlar)

Peter Wohlfahrt
Deutsches Rotes Kreuz - Landesverband Hessen
Modul Trinkwasser der DRK-Landesverstärkung Hessen (Fritzlar)
+ Ergebnisse

Auf offenen Geodaten basierte Entscheidungsfindung in der internationalen und nationalen antizipativen humanitären Hilfe und Katastrophenvorsorge (DE)

Auf offenen Geodaten basierte Entscheidungsfindung in der internationalen und nationalen antizipativen humanitären Hilfe und Katastrophenvorsorge.

Ergebnisse

In diesem interaktiven Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Überblick über die Potentiale von Geodaten und Geoinformatik für die Katastrophenvorsorge und antizipative humanitäre Hilfe.

Im ersten Teil des Workshops wird zur Einführung in einem kurzen Vortrag ein Überblick über die Potentiale von offenen Geodaten und die Methoden der Geoinformatik für die Katastrophenvorsorge und antizipative humanitäre Hilfe gegeben (ca. 15 Minuten). Im zweiten Teil des Workshops werden die Teilnehmenden in Gruppen unterteilt (Breakout Rooms im Videokonferenzsystem). In einer Art World Cafe erhalten die Teilnehmenden einen Einblick in konkrete Fallbeispiele aus der humanitären Praxis mit speziellem Bezug auf Anticipatory Action und die Katastrophenvorsorge. Hierbei stellen wir sowohl Arbeiten des Deutschen Roten Kreuzes und weiterer nationaler Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften vor, als auch weiterer humanitärer Organisationen, die in der Thematik aktiv sind. Inhalte sind u.a. die Nutzung und das Erstellen von offenen Geodaten, Erreichbarkeits- und Routinganalysen, sowie die Anwendung von Geodaten und Geoinformationstechnologien nach den Überflutungsereignissen im Ahrtal. Zudem werden die Teilnehmenden dazu aufgefordert, selbst eigene Anwendungsideen und Erfahrungen zu teilen, Kritik anzubringen sowie Diskussionspunkte. Nach 30 Minuten wechseln die Teilnehmenden in den jeweils anderen Raum.

Im finalen Teil des Workshops (ca. 15 Minuten) werden die in den Breakout Rooms gesammelten Ergebnisse im Plenum vorgestellt und diskutiert. Die Ergebnisse werden den Teilnehmenden und allen Interessierten zur Verfügung gestellt.


Speaker
Isabell Klipper
Deutsches Rotes Kreuz
GIS Specialist

Melanie Eckle-Elze
Heidelberg Intitute for Geoinformation Technology
Wissenschaftliche Angestellte

Alec Schulze-Eckel
Heidelberg Intitute for Geoinformation Technology
Studentische Hilfskraft

Karen Dall
Deutsches Rotes Kreuz
Referentin für Kapazitätsstärkung in der vorausschauenden humanitären Hilfe
+ Ergebnisse

Retten - schützen - vorbereiten. Hitzeaktionspläne als Antwort auf die Herausforderungen extremer Hitze im Klimawandel (DE)

Ergebnisse

Speaker
Wiebke Lass
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
Wissenschaftlerin

Hans Guido Mücke
Umweltbundesamt
Umweltmedizin und gesundheitliche Bewertung

Henny Annette Grewe
Hochschule Fulda
Professorin, Medizinische Grundlagen der Pflege

Martin Voss
Freie Universität Berlin, Katastrophenforschungsstelle Berlin
Universitätsprofessor Fachgebiet Sozialwissenschaftliche Katastrophenforschung, Leiter des Arbeitsbereichs Katastrophenforschung
+ Ergebnisse

Anwendung der Sphere-Standards im städtischen Umfeld - eine innovative neue Schulung für humanitäre Akteure in Städten (EN)

Die Sphere-Ausbilderin und Fachfrau für humanitäre Hilfe, Aya Yagan, wird die Teilnehmer durch das innovative neue Training "Applying Sphere Standards in Urban Settings" führen.

Ergebnisse

Aya wird die Ziele, die Methodik und den Inhalt dieser fesselnden und interaktiven Schulung vorstellen, die praktische Übungen auf der Grundlage des Ukraine-Konflikts und eine Kontextualisierung der Sphere-Standards umfasst. Die Schulung gipfelt in einer spannenden Tabletop-Übung, bei der die Teilnehmer das Gelernte auf eine imaginäre Stadt in der Krise anwenden können. Nehmen Sie an dieser Sitzung teil und erfahren Sie, wie Sie an der Schulung teilnehmen können, sobald sie Ende des Jahres anläuft. Zum Abschluss werden wir eine Fragerunde mit Wolfgang Friedrich, Referatsleiter für humanitäre Hilfe im städtischen Kontext beim Deutschen Roten Kreuz und Entwicklungsleiter für dieses Training, abhalten.


Speaker
Aya Yagan
Sphere
Sphere trainer & independent consultant

Wolfgang Friedrich
Deutsches Rotes Kreuz
Leitung Humanitäre Hilfe im urbanen Kontext


+ Ergebnisse

Kompetenzen und Hebelfaktoren zur Förderung risikoinformierter Entscheidung im Bereich Kritischer Infrastrukturen (EN)

Krankenhäuser in Erdbebenzonen führen zu schwerwiegenden Folgen – Ansätze zur Förderung risikoinformierter Entscheidung.

Ergebnisse

Kritische Infrastrukturen sind für das kontinuierliche Funktionieren und das allgemeine Wohlergehen der Gesellschaft und der Wirtschaft unerlässlich. Die Exposition dieser kritischen Infrastrukturen gegenüber einer Vielzahl von natürlichen und vom Menschen verursachten Gefahren kann schwerwiegende Folgen haben, wenn die Risiken nicht angemessen berücksichtigt werden. Daher sind ein umfassendes Verständnis des Risikos und der Anfälligkeit sowie die Stärkung der Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen von größter Bedeutung, um die Aufrechterhaltung ihrer Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. Bei der Bewertung der Widerstandsfähigkeit werden jedoch meist nur einzelne Gefahren oder Anlagen berücksichtigt, während die Art und die Auswirkungen extremer Ereignisse mit mehreren Gefahren außer Acht gelassen werden. In Anbetracht der Anfälligkeit kritischer Anlagen wird ein integrierter Ansatz für die Widerstandsfähigkeit kritischer Infrastrukturen Entscheidungsträgern und Politikern dabei helfen, Prioritäten zu setzen und wichtige Ressourcen zu nutzen, um das Netz kritischer Infrastrukturen nachhaltiger, gerechter und widerstandsfähiger zu machen. Darüber hinaus würde das Verständnis der Bedeutung und der Funktionen der verschiedenen Sektoren kritischer Infrastrukturen sowie der Bereiche, in denen Verbesserungen erforderlich sind, die systemische Planung verbessern und eine bessere risikoinformierte Entscheidungsfindung ermöglichen.

Obwohl die als kritisch eingestuften Sektoren von Land zu Land unterschiedlich sind, werden Gesundheitsinfrastrukturen in vielen Ländern als kritische Infrastrukturen betrachtet. Sie spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung der Gesundheitspolitik und der Bereitstellung von Gesundheitseinrichtungen im ganzen Land. Jeder Rückschlag in den Gesundheitssystemen kann größere Auswirkungen auf die gesamte Versorgungskette und die mit ihr verbundenen Sektoren haben. Obwohl ein wachsender Konsens über die Bedeutung der Resilienz als Rahmen für das Verständnis von Gesundheitssystemen besteht, ist die Frage, wie sie operationalisiert werden kann, zu einem ständigen Diskussionspunkt geworden. COVID19 unterstrich die Notwendigkeit eines integrierten Ansatzes für den Aufbau nachhaltigerer Gesundheitssysteme, die den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht werden und die Erbringung grundlegender Gesundheitsdienste aufrechterhalten, und zwar vor, während und nach Katastrophen oder Notfällen im Gesundheitswesen.


Speaker
Mona Anand
Coalition for Disaster Resilient Infrastructure (CDRI)

Daniela Bodden
Climate Risk Institute (CRI)

Chris Hetkämper
University of Applied Sciences Cologne

Johanne Kaufmann
University of Applied Sciences Cologne

Ivo Litzenberg
GIZ / Globale Initiative Katastrophrisikomanagement
+ Ergebnisse

Dabei sein ist alles? Facetten unterschiedlicher Beteiligungsformen in Einsatzlagen (DE)

Der Workshop befasste sich mit Entwicklungen von Engagementformen im Bevölkerungsschutz. Dazu wurden gemeinsam aktuelle Entwicklungen von und Perspektiven auf Engagement vor, während und nach Einsatzlagen erörtert: 

Ergebnisse

Neben den „klassischen“ Ehrenamtlichen im Bevölkerungsschutz bzw. Zivil- und Katastrophenschutz gibt es eine Vielfalt an Engagierten, die zur Bewältigung herausfordernder Lagen beitragen oder beitragen wollen: Während manche der freiwilligen Helfer*innen mit den BOS kooperieren, agieren andere komplett spontan und eigenständig. BOS und Wissenschaftler*innen arbeiten daran, einen Überblick über die Engagementformen zu erlangen, Zuständigkeiten zu regeln sowie Kommunikations- und Koordinierungsstrukturen zu verbessern.

Im Workshop wurden zunächst Ergebnisse aus dem laufenden Projekt ATLAS-ENGAGE vorgestellt, in dem eine Metaanalyse zu Forschungsprojekten und Ansätzen zu diversen Engagementformen und -typen im Bevölkerungsschutz durchgeführt wird. Dann wurde gemeinsam diskutiert und sortiert, mit welchen Chancen und Herausforderungen die vielfältigen Engagementtypen einhergehen, welche Formen der Zusammenarbeit es gibt, wo die Grenzen der gemeinsamen Lagebewältigung liegen und welche Implementierungswege und -hürden für Konzepte der Kooperation bestehen.

Ein Fazit des Workshops ist es, dass sich das Engagement in Bevölkerungsschutzkontexten diversifiziert und sich neue Herausforderungen an Schnittstellen und Konzepte zur Zusammenarbeit ergeben. Während vielfältige Akteure aus Wissenschaft und Praxis Konzepte, Handlungshilfen und technische Unterstützungstools für die Kooperation zwischen Hilfswilligen untereinander sowie mit BOS entwickeln, besteht aktuell noch eine Herausforderung darin, diese in die Praxis zu überführen und damit mit den stetigen gesellschaftlichen Veränderungen Schritt zu halten. Auch werden zunehmend Unterstützungs- und Begleitungsangebote für Spontanhelfende benötigt, beispielsweise zur psychosozialen Einsatznachsorge oder auch im Falle von Selbstbetroffenheit. Ebenso wird die Selbsthilfe der Bevölkerung bei steigender Zahl und Dichte von Krisen und Katastrophen immer relevanter und sollte entsprechend gestärkt werden.

Der Workshop wurde von der Katastrophenforschungsstelle (KFS) der Freien Universität Berlin in Zusammenarbeit mit dem BBK, dem THW und dem DRK angeboten. Am Workshop nahmen ca. 40 im Bevölkerungsschutz tätige Personen, sowie Wissenschaftler*innen und weitere Interessierte teil.

Weitere Informationen zum vom BBK geförderten, von der Katastrophenforschungsstelle in Zusammenarbeit mit dem DRK durchgeführten und vom THW fachlich begleiteten Projekt ATLAS-ENGAGE (Laufzeit Oktober 2021 – September 2023) gibt es auf der Projektwebsite . In der Ausgabe 3/2022 des Bevölkerungsschutz-Magazins des BBK werden erste Ergebnisse aus dem Projekt vorgestellt. Perspektiven aus ATLAS-ENGAGE und Forschung der KFS zu den Starkregenereignissen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz 2021 gibt es in diesem Blog-Beitrag .


Speaker
Sara T. Merkes
Freie Universität Berlin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Theresa Zimmermann
Freie Universität Berlin
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Marion Heymel
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Referentin

Dr. Petra Krüger
Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
Referentin Referat E1.3 Forschungsprojekte

Tessa Bodynek
Deutsches Rotes Kreuz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
+ Ergebnisse

Verständnis und Bewältigung systemischer Risiken in einer vernetzten Welt: Auswirkungen und Lösungswege von COVID-19 (EN)

Einwilligung ändern
In einer zunehmend vernetzten Welt hat COVID-19 den systemischen Charakter von Risiken stark hervorgehoben. Da wir die Auswirkungen auf Leben und Wohlergehen über Grenzen hinweg spüren, müssen wir auch über die Wiederherstellung nachdenken. In dieser Sitzung wollen wir aus den weitreichenden Auswirkungen und vor allem aus den Erholungsbemühungen nach der COVID-19-Pandemie lernen.

Ergebnisse

In einer zunehmend vernetzten Welt haben COVID-19 und der anhaltende Krieg in der Ukraine den systemischen Charakter von Risiken deutlich gemacht. Gleichzeitig sind die Auswirkungen des Klimawandels zunehmend sektor-, system- und grenzübergreifend spürbar und betreffen die Gesellschaft als Ganzes. Während wir die Auswirkungen auf unser Leben und unser Wohlergehen spüren, müssen wir auch über die Erholung nachdenken. Die Erholung von Katastrophen ist von Natur aus ein langwieriger und ungleichmäßiger Prozess. Dennoch ist die Erholung weltweit ein Aspekt des Katastrophenmanagements, dem in der Regel weniger Priorität eingeräumt wird. Verbesserungen bei den Notfallplänen werden nur selten durch kohärente, sektorübergreifende Wiederherstellungspläne ergänzt.

Während sich die Gemeinden erholen, sind sie möglicherweise gewillt, wieder aufzubauen, ohne aus der Katastrophe zu lernen. Gleichzeitig birgt der Wiederaufbauprozess die Chance, neue Kraft zu schöpfen, zu lernen, sich anzupassen und sogar umzuwandeln, um künftige Risiken zu verringern. Mit anderen Worten: "Build-Back-Better", eine der Prioritäten des Sendai-Rahmens der Vereinten Nationen zur Verringerung des Katastrophenrisikos.

In dieser Sitzung wollen wir aus den anhaltenden Auswirkungen und insbesondere aus den Erholungsbemühungen nach der COVID-19-Pandemie lernen. Wie kann die Erholungsphase nach einem Extremereignis als Chance gesehen werden, um zu lernen und zukünftige Extremereignisse zu antizipieren? Und welche Rolle spielt das Katastrophenrisikomanagement bei der Wiederherstellung?


Speaker
Angel Alberto Valdiviezo Ajila

Ayu Ketut Surtiari Gusti

Sumana Banerjee

Michael Hagenlocher
United Nations University, Institute for Environment and Human Security

Saskia Werners
Universität der Vereinten Nationen, Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit
+ Ergebnisse

Daten- und Informationsmanagement für die Verringerung des Katastrophenrisikos (DRR) an den Grenzen (EN)

Daten können die Zusammenarbeit bei der Vorbeugung und Vorbereitung auf natürliche Risiken an Grenzen unterstützen. Der Workshop konzentriert sich auf die Frage, wie sich Konflikte auf den Austausch und die gemeinsame Nutzung von Daten/Informationen zwischen Ländern/Akteuren im Bereich der Katastrophenvorsorge auswirken können.

Ergebnisse

Unsere Hauptziele sind:

  • Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmern über die Herausforderungen, die mit dem Informationsmanagement zwischen den Ländern verbunden sind
  • Transfer und Diskussion von wissenschaftlichem Wissen (relevante Theorien und Analyseraster) über Informationsmanagement für DRR zwischen den Ländern
  • Identifizierung der Art von Daten und Informationen, die vor einer Katastrophe verfügbar sind und/oder benötigt werden, um Risiken besser vorhersehen zu können. Identifizierung der Herausforderungen, die mit ihrer Erstellung und Weitergabe verbunden sind.
  • zu analysieren, wie sich die Komplexität der Interaktionen zwischen nationalen Institutionen, privaten Organisationen und der Zivilgesellschaft (z. B. bei Spannungen zwischen Ländern, wie Grenzen, Konflikten und Klimawandel) auf die Zusammenarbeit im Bereich der Katastrophenvorsorge auswirkt,

Diese Überlegungen werden in unsere bereits begonnene gemeinsame Forschungsstudie über Datenmanagement und Ökosysteme für die Katastrophenvorsorge an Grenzen einfließen. Um unser Ziel zu erreichen, stützt sich dieser Workshop auf die Synergien innerhalb unserer Zusammenarbeit zwischen Praktikern und Wissenschaftlern.

Zielgruppen:
  • Entscheidungsträger (auf europäischer, nationaler, lokaler und grenzüberschreitender Ebene)
  • Katastrophenschutzbehörden
  • Ersthelfer
  • Ehrenamtliche Organisationen
  • Forscher, wissenschaftliche Institute und akademische Einrichtungen
  • Privater Sektor (Versicherungsunternehmen)

 Die Teilnehmer werden in Gruppen aufgeteilt, um verschiedene Fallbeispiele zu diskutieren:

  • Land A und Land B haben eine gemeinsame Grenze, einen stabilen politischen und diplomatischen Kontext und sind von denselben Naturgefahren betroffen. Zum Beispiel Frankreich und Italien, die bereits in unserem Projekt untersucht wurden.
  • Land C und D mit gemeinsamer Grenze, politischen und diplomatischen Spannungen. Zum Beispiel zwischen Äthiopien und Sudan
  • Länder E und F haben keine gemeinsame Grenze, sind aber politischen und diplomatischen Spannungen ausgesetzt. Zum Beispiel zwischen der Ukraine und Ungarn.

Der Workshop wird dokumentierte Szenarien (auf der Grundlage von Berichten und wissenschaftlichen Artikeln) bereitstellen und verwenden. In Fokusgruppen werden die Teilnehmer die Art der Daten und Informationen sowie ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen in Bezug auf die Auswirkungen angespannter Interaktionen auf die Katastrophenvorsorge diskutieren


Speaker
Anouck Adrot
Université Paris-Dauphine PSL
Außerordentliche Professorin/ Co-Direktorin des Masterstudiengangs Friedensstudien

Mercedes Aguerre
Französisches Rotes Kreuz
Programmkoordinatorin Katastrophenrisikominderung und Anpassung an den Klimawandel
+ Ergebnisse

Perspektiven auf Politik, Forschung und Praxis zur Erreichung der Sendai-Ziele in von Fragilität, Konflikt und Gewalt geprägten Kontexten (EN)

Katastrophenvorsorge und Katastrophenrisikomanagement in FCV-Kontexten müssen angepasst werden, um natürlichen und vom Menschen verursachten Gefahren zu begegnen. Dieser Workshop zieht Lehren aus der Diskussion über Politik, Forschung und Praxis, um die Umsetzungslücke zu schließen.

Ergebnisse

Fragilität muss ein integraler Bestandteil der angepassten Katastrophenvorsorge (DRR) und des Katastrophenrisikomanagements (DRM) in FCV-Kontexten sein. Katastrophen ereignen sich sowohl durch natürliche als auch durch vom Menschen verursachte Gefahren vor dem Hintergrund komplexer Risiken, die sich aus Konflikten und mangelnder Widerstandsfähigkeit der am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen ergeben. Sie wirken sich auf diejenigen, die in einem von Fragilität, Konflikten und Gewalt (FCV) geprägten Umfeld leben, besonders stark aus. Wir wissen, dass DRR- und DRM-Maßnahmen sowohl Fragilität und Konflikte verschärfen als auch den sozialen Zusammenhalt und die Integration fördern können. Als Mindeststandard ist es wichtig, dass die Maßnahmen konfliktsensibel gestaltet werden. Noch wichtiger ist, dass komplexe Krisen nicht gelöst und Entwicklungsgewinne nicht gesichert werden können, wenn die zugrunde liegenden Ursachen für Vulnerabilität und Fragilität nicht miteinbezogen werden.

Aufbauend auf Diskussionen in internationalen Foren wie der GPDRR, dem Fragility Forum der Weltbank und der SIPRI-Konferenz zur Friedensförderung konzentriert sich dieser Workshop auf die Frage, wie DRR und DRM in FCV-Kontexten besser operationalisiert werden können. Dabei werden auch Risikotreiber wie Klimawandel, Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und schwache Regierungsführung berücksichtigt.

Dieser Workshop ermöglicht durch eine interaktive Gestaltung die Diskussion zwischen DRR- und DRM-Experten, von Praktikern bis hin zu Geldgebern und Forschern. Die Ergebnisse des Workshops werden in die aktuelle Überprüfung des Sendai Rahmenwerkes einfließen und zeigen, wie wichtig es ist, die Umsetzung in FCV-Kontexten stärker als bisher einzubeziehen.

Die Diskussion wird sich entlang der Themenfelder Politik, Forschung und Praxis orientieren, zunächst mit drei Impulsreferaten und einem vertieften Austausch in Arbeitsgruppen. Zum Abschluss der Veranstaltung werden in einer Podiumsdiskussion Lösungsansätze zusammengefasst, um die Implementierungslücke angesichts heutiger komplexer Krisen zu schließen.

Weitere Informationen:

  • ODI: "When Disasters and Conflict collide"
  • ISS: "when disaster meets conflict"
  • UNDRR:"Scaling up disaster risk reduction in humanitarian action"
  • ODI: "Risk-informed development - from crisis to resilience".
  • ODI: "Climate change, conflict and displacement: five key misconceptions"


Speaker
Kassem Chaalan
Libanesisches Rotes Kreuz
Direktor Disaster Risk Reduction

Caitlin Sturridge
Overseas Development Institute
Senior Research Fellow

Simphiwe Laura Stewart
Rotkreuz und Rothalbmond Klimazentrum
Researcher Climate & Conflict

Martin Ras
UN-Büro für Katastrophenvorsorge
Programme Management Officer
+ Ergebnisse

Entwicklung von Vegetationsbränden und Gegenmaßnahmen im Kontext komplexer Szenarien (DE)

Einwilligung ändern
Der Workshop stellt (inter-)nationale Beispiele zur Prävention und Bekämpfung von Vegetationsbränden aus Perspektiven von Praxis und Wissenschaft vor. Dabei werden ebenso Verbindungen zu anderen Bereichen der Katastrophenvorsorge aufgezeigt.

Ergebnisse

Wie auch bei anderen Naturgefahren nimmt die Wahrscheinlichkeit von Vegetationsbränden im Zuge der Klimakrise zu. Mit diesem Workshop möchte das Bonner Netzwerk Internationaler Katastrophenschutz und Risikomanagement vor allem die vielfältigen Verbindungen dieses Themas zu anderen Bereichen des Katastrophenschutzes betrachten. Dabei sollen Perspektiven zur Prävention und Bekämpfung von Vegetationsbränden im Kontext dieser kaskadierenden Gefahren geben werden. Der Blick wird dabei nicht nur auf Deutschland gerichtet, es werden auch Entwicklungen aus anderen Ländern vorgestellt. Durch die verschiedenen Perspektiven des Netzwerkes aus Praxis, Wissenschaft und Administration wird das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Der Workshop richtet sich sowohl an Experten des Themas wie auch an Interessierte aus anderen Bereichen der Katastrophenvorsorge.


Speaker
Prof. Dr. Johann Georg Goldammer
Global Fire Monitoring Center (GFMC), Max-Planck-Institut für Chemie und Universität Freiburg
Leiter

Jochen Stein
Feuerwehr und Rettungsdienst der Bundesstadt Bonn
Leiter der Feuerwehr

Anke Moon
Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Referatsleiterin Internationale Angelegenheiten

Marcus Hinz
Feuerwehr und Rettungsdienst der Bundesstadt Bonn
Abteilungsleiter “Vorbeugender Brand-und Gefahrenschutz“
+ Ergebnisse

Impulse zur Verbesserung der gesellschaftlichen Resilienz – Wie der Bevölkerungsschutz in komplexen Krisen besser bestehen kann (DE)

Einwilligung ändern
In Zeiten komplexer, sich gegenseitig verstärkender Krisen ist der Bevölkerungsschutz besonders gefordert – um seine eigene Widerstandsfähigkeit zu verbessern und um die gesellschaftliche Resilienz wirksam mitzustärken. Dazu soll der Workshop des Zukunftsforums Öffentliche Sicherheit (ZOES) Anregungen geben.

Ergebnisse

Die Bevölkerung muss wissen, dass der Staat vieles zu ihrem Schutz tut. Es gibt aber auch Grenzen, und es geht nicht ohne eigenes Zutun jedes und jeder Einzelnen. Vorsorge, Selbsthilfe und gegenseitige Unterstützung vollziehen sich lokal, und die unmittelbare Bürgernähe haben die Kommunen. Darauf zielt dieser Workshop zur Stärkung der gesellschaftlichen Resilienz ab.

Waren die vergangenen Jahre durch die Abfolge verschiedener Krisen geprägt, etwa der Finanzmarktkrise, der Flüchtlingslage oder der Corona-Pandemie, so spüren wir aktuell die Gleichzeitigkeit und die gegenseitige Verstärkung von Krieg, Energiemarktkrise, Klimawandel und der noch bestehenden Pandemie. Bevölkerung, Unternehmern und die staatlichen Institutionen sind gleichermaßen gefordert, die verschiedenen Stufen von Vorsorge (Prävention, Schutz, Vorbereitung) sowie die Fähigkeiten zur Krisenbewältigung und zum Wiederaufbau in ihren Bereichen zu verbessern. Daraus erwächst dann eine gestärkte gesamtgesellschaftliche Resilienz.

Dieser Workshop umfasst praktische Aspekte, die vor allem für die Organisationen im Bevölkerungsschutz Bedeutung haben und zum Handeln anregen sollen.

Grundsätzliche Überlegungen zur gesamtgesellschaftlichen Resilienz und Anregungen für die Akteure.
- Was können Gemeinden, Städte und Landkreise für bessere Resilienz tun?
- Was können lokal verwurzelte Organisationen beitragen? Wie gehen wir mit den Spontanhelfern um?
- Wo kann die rettungsdienstliche Notfallversorgung so reformiert werden, dass die Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt stehen?
- Wie kann die Bevölkerung besser erreicht und bei der Krisenbewältigung eingebunden werden?

Das Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit e. V. vernetzt Abgeordnete des Deutschen Bundestages, Persönlichkeiten aus Ministerien und Bundesbehörden, Unternehmen der Kritischen Infrastrukturen, Hilfsorganisationen, Verbänden und Wissenschaft, die gemeinsam Strategien für die Öffentliche Sicherheit entwickeln.


Speaker
Sönke Jacobs
Zukunftsforum Öffentliche Sicherheit e. V.
Geschäftsführer

Albrecht Broemme
Zukunftsforums Öffentliche Sicherheit e. V.
Vorstandsvorsitzender

Daniel Kurth
Landkreis Barnim
Landrat

Kevin Grigorian
Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Geschäftsbereichsleiter Rettung & Medizinische Dienste
+ Ergebnisse

Über den Tellerrand hinaus. Wie nationale und internationale Einsätze voneinander profitieren können (DE/EN)

Cluster-Ansatz, Stabslehre, Qualitätsstandards und Best Practice – Theorie und Praxis der nationalen und internationalen Einsätze haben viel zu bieten und können voneinander profitieren. Wie genau? Das möchten wir gemeinsam in diesem Workshop diskutieren!

Ergebnisse

Die Anzahl und Intensität von Krisen steigen und es ist unsere Aufgabe die bestmögliche Hilfeleistung sicherzustellen, die wir den betroffenen Personen zukommen lassen können. 2021 gab es weltweit 355 Konflikte und während 2019 132 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen waren, sind es im Jahr 2022 bereits 274 Millionen Menschen. Wir möchten gemeinsam im Plenum starten, um uns die diversen nationalen und internationalen Einsatzszenarien aber auch Ansätze, Standards und Best Practise anzuschauen, die in diesem Workshop behandelt werden.

Danach teilen wir uns in vier Kleingruppen auf, in denen wir folgende Unterthemen tiefergehend behandeln und diskutieren möchten:
  • Dabei wird sich die erste Kleingruppe mit dem Themenfeld Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit bei Großkatastrophen befassen. Neben der Besprechung von Führungsmodellen wie DV 100 oder ISO 31000 sollen auch Ansätze aus der Humanitären Hilfe wie der “Cluster Approach” der VN oder auch die Einbildung der lokalen Bevölkerung betrachtet und eventuell angepasst werden.
  • Die zweite Kleingruppe diskutiert und bewertet international anerkannte Qualitätsstandards (z. B. Sphere, CHS) in der Humanitären Hilfe. Die Lessons Learned in der Humanitären Hilfe werden besprochen und die Frage, was davon in den nationalen Kontext übertragen werden kann.
  • Die dritte Kleingruppe widmet sich der übergeordneten Frage von der nationalen Perspektive. Der deutsche Bevölkerungsschutz bietet verschiedene Standards und Konzepte um kompetent auf zum Beispiel Naturkatastrophen reagieren zu können. In dieser Kleingruppe sollen die verschiedenen Konzepte und die landesspezifischen Unterschiede betrachtet werden und die Übertragbarkeit von Ansätzen in den internationalen Kontext besprochen werden.
  • Die vierte Kleingruppe beschäftigt sich mit den diversen Einsätzen des Deutschen Roten Kreuzes der vergangenen Jahre. Hier hat sich die Relevanz der wechselseitigen Synergien der nationalen und internationalen Ressourcen gezeigt. Quarantäneeinrichtungen für Rückkehrer:innen aus Wuhan zu Beginn der Coronapandemie mit Unterstützung von geschulten Fachkräften aus dem Ebolaeinsatz und den CBRNE-Einheiten, in Bangladesch entwickelte temporären Kläranlagen im Hochwassereinsatz und haupt- und ehrenamtlichen Kräfte des deutschen Rettungsdienstes für die Verlegung von Patient:innen in der Ukraine unter der Koordination des IKRK sind hier nur einige Beispiele. Diese Kleingruppe wird diskutieren welche Konzepte und Vorbereitung es braucht, damit in Zukunft diese Einsätze noch reibungsloser funktionieren.

Zum Abschluss haben wir nochmal Zeit im Plenum, um das gesammelte Wissen der vier Kleingruppen vorzustellen und die relevantesten Anknüpfungspunkte zwischen nationalen und internationalen Einsätzen zu definieren und gemeinsam den Ausblick in die Zukunft von effektiveren und effizienteren Hilfeleistungen für alle von Krisen betroffenen Menschen anzugehen.

Speaker
Eva Adams
Deutsches Rotes Kreuz
Referentin Hochwasser

Andreas Kling
con-bility
Berater für Logistik und Bevölkerungsschutz

Giulia Steen
Deutsches Rotes Kreuz
Referentin Hochwasser

Nicole Bergmann
Beraterin Humanitäre Hilfe, Coach and Organisational Development
Kai Ritter-Kittelmann

Deutsches Rotes Kreuz – Landesverband Sachsen
Stellvertretender Beauftragter für den Katastrophenschutz

Birgit Spiewok
Beraterin und Trainerin für Humanitäre Hilfe
+ Ergebnisse

Der Hitze zuvorkommen: Gemeinsame Lehren aus der Analyse und den Maßnahmen zur Bekämpfung von Hitzewellen (EN)

Need to beat the heat? Finden Sie heraus, welche Ansatzpunkte wir im Umgang mit Hitzewellen haben, um uns vor und während solcher ´silent killers´ zu schützen.

Ergebnisse

Hitzeereignisse und Hitzewellen sind als "stille Killer" bekannt und werden in einem sich verändernden Klima voraussichtlich weltweit häufiger und heftiger auftreten. Prominente Hitzewellen wie in Europa im Jahr 2003 oder in Südasien im Jahr 2018 haben Menschen und Länder dazu veranlasst, sich auf Hitzewellen vorzubereiten. Die jüngsten Hitzewellen in den Jahren 2021 und 2022, die auf beiden Kontinenten Rekordtemperaturen aufwiesen, haben jedoch gezeigt, dass es bei der Vorbereitung auf Hitzewellen unterschiedliche Fortschritte gibt.

In dieser Sitzung soll aufgezeigt werden, dass viele der Eckpfeiler zur Verringerung der Auswirkungen von Hitzewellen bereits vorhanden sind und miteinander verknüpft werden können. Zu diesen Eckpfeilern gehören Wetter- und Auswirkungsprognosen, Erfahrungen mit vordefinierten Aktivitäten vor und während einer Hitzewelle sowie die Verknüpfung dieser Aktivitäten in einem Aktionsplan.

Die Sitzung beginnt mit einem Beitrag des Deutschen Wetterdienstes zur Vorhersage (Wetter und Auswirkungen), gefolgt von praktischen Maßnahmen des Französischen und des Deutschen Roten Kreuzes vor und während Hitzewellen in Frankreich und Kyrgyzstan, abgerundet durch Erfahrungen mit der Entwicklung eines Hitzeaktionsplans der Feuerwehr Köln und der Universität Bonn.

Die Hauptredner werden die folgenden Fragen diskutieren:
- Welche Gemeinsamkeiten gibt es bei der Analyse des Hitzewellenrisikos und bei den praktischen Maßnahmen in den verschiedenen Städten?
- Was sind die Herausforderungen für Stadtverwaltungen bei der Entwicklung und Umsetzung eines Hitzeaktionsplans?
- Wie können Maßnahmen im Vorfeld (in Verbindung mit einer Vorhersage) und als Reaktion auf Hitzewellen eingeleitet werden?

Der Workshop richtet sich an Vertreter von Stadtverwaltungen, humanitären Organisationen und Forschern aus Europa und Asien.


Speaker
Thomas Smarczyk
Deutsches Rotes Kreuz
Referent Pilotprojekte Urban/ Methodologie

Tobias Geiger
Deutscher Wetterdienst
Wissenschaftler

Shavkat Abdujabarov
Deutsches Rotes Kreuz - Zentralasien Office (Bishkek)
Projekt Manager

Sendy Veerabadren
IFRC Global First Aid Reference Center/ French Red Cross
Coordinator

Juliane Kemen
Universität Bonn
Doktorandin am Institut für Hygiene und öffentliche Gesundheit 
+ Ergebnisse

Katastrophenvorsorge und Inklusion von Menschen mit Behinderungen und anderen Risikogruppen - wo steht Deutschland und was können wir vom globalen Süden lernen? (EN)

Aufbauend auf der diesjährigen Global Platform for Disaster Risk Reduction (GPDRR) möchten wir den Umsetzungsstand derjenigen Verpflichtungen des Sendai Frameworks näher beleuchten, die sich speziell an gefährdete Gruppen richten. Dabei möchten wir uns auf die Situation in Deutschland konzentrieren und diskutieren, wo Deutschland in dieser Hinsicht steht und welche Lücken noch bestehen.

Ergebnisse

Aufbauend auf der diesjährigen globalen Platform zur Katastrophenvorsorge (GPDRR) möchten wir im geplanten Workshop einen Blick auf den Umsetzungsstand derjenigen Verpflichtungen des Sendai Framework werfen, die spezifisch vulnerable Personengruppen adressieren. Dabei möchten wir uns vor allem mit der Situation in Deutschland beschäftigen und der Frage nachgehen, wo Deutschland hierbei steht und wo Nachholbedarf besteht.

Ziel wird vorrangig die Wissensvermittlung und der Austausch verschiedener Akteure zur Thematik sein. Zugleich soll der Workshop einen verstärkten Austausch zwischen dem globalen Norden und dem globalen Süden anregen.

Vier Kurzinputs werden den ersten Teil des Workshops bilden:
  • Sendai Mid-Term Review 2022: Wo stehen wir (global und in Deutschland) mit der Umsetzung der entsprechenden Sendai Committments?
  • Praxisbeispiel aus Indonesien: Disability Inclusion in DRR Programming in Indonesia
  • Praxisbeispiel aus Bangladesch: Using data on disability to inform Inclusive DRR Programming
  • Fortschritte und Herausforderungen auf Landesebene am Beispiel Berlin

Im zweiten Teil des Workshop wird es für die Teinehmer_innen möglich sein, Fragen an das Panel zu stellen.


Speaker
Chrysant Lily Kusumowardoyo
Arbeiter-Samariter-Bund Indonesien
Country Director

Subir Kumar Saha
Centre for Disability in Development Bangladesh
Koordinator (DRR & CCA)

Nino Gvetadze
Independent Consultant, Disability Inclusion, Inclusive Humanitarian Action and Disaster Risk Reduction

Oliver Neuschaefer
Christoffel-Blindenmission e.V.
Koordinator humanitäre Hilfe

Downloads

+ Ergebnisse

Bedarfe, Anforderungen und Möglichkeiten der Krisenkartierung mit KI-Methoden aus dem DE/AT Forschungsprojekt AIFER am Beispiel der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal 2021 (DE)

Der Workshop gibt einen Einblick in das deutsch-österreichische Forschungsprojekt AIFER. AIFER entwickelt Methoden der Künstlichen Intelligenz, um Informationen aus Satelliten-, Luftbild und Drohnendaten und Geo-sozialen Medien und Nachrichten automatisiert zu extrahieren und intelligent zu fusionieren.

Ergebnisse

Häufigkeit und Intensität von Naturkatastrophen nehmen stetig zu und stellen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) vor zunehmend größere Herausforderungen in Bezug auf die Verfügbarkeit und Nutzung von echtzeitnahen und großflächigen Informationen zur Erfassung und Bewertung der Lage. Zudem gibt es bisher keine Lösungen, heterogene Massendaten, wie Erdbeobachtungsdaten und Daten aus geo-sozialen Medien, automatisiert auszuwerten und so zu fusionieren, dass ein gesamtheitliches und dynamisch aktualisiertes Lagebild entsteht.

In der Workshop-Session soll auf Möglichkeiten zur Ableitung von Kriseninformation mittels Methoden der Künstlichen Intelligenz eingegangen werden.
Am Beispiel der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal werden Anforderungen und Bedarfe der BOS bei Einsätzen in Extremwetterlagen skizziert und darauf aufbauend aktuelle Forschungs- und Entwicklungsarbeiten aus dem Bereich der KI-gestützten Krisenkartierung präsentiert und demonstriert. Eine 3D Web-Anwendung des DLR/ZKI veranschaulicht die Möglichkeiten der innovativen Informationsextraktion aus Satelliten-, Luftbild und Drohnendaten und deren Übermittlung an BOS. Aspekte der Fusion von Informationen aus Erdbeobachtungsdaten, Geo-sozialen Medien und weiteren Geodaten werden praktisch auf Basis der von der Firma Disy entwickelten Cadenza Software demonstriert.


Speaker
Uwe Kippnich
Bayerisches Rotes Kreuz
Koordinator Sicherheitsforschung

Marc Wieland
Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Luisa Knoche
Bundesanstalt Technisches Hilfswerk
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Jonas Mehrl
Bayerisches Rotes Kreuz
Projektmitarbeiter

Sebastian Schmid
Paris-Lodron-Universität-Salzburg
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Marc Schmidtobreick
Disy
Berater

Carolin Gilga
Universität Kassel
Wissenschaftliche Mitarbeiterin/ Doktorandin
+ Ergebnisse

Partizipative Ansätze zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften (EN)

Einwilligung ändern
Aufbauend auf den jüngsten Erfahrungen des RESILOC-Projekts (EG, H2020) wird der Workshop Experten und Stakeholder für Katastrophenvorsorge in Debatten über partizipatorische Ansätze zum Aufbau lokaler Resilienzstrategien im Rahmen einer Multi-Level-Governance-Perspektive einbeziehen.

Ergebnisse

Der Workshop bietet Experten für Katastrophenvorsorge und anderen relevanten Akteuren die Möglichkeit, Methoden zur Bewertung und Stärkung der lokalen Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturkatastrophen zu verstehen und zu diskutieren. Der Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung lokaler Resilienzstrategien im Rahmen einer Multi-Level-Governance-Perspektive. Kernelemente werden sein:


Von der Bewertung der kommunalen Resilienz zu lokalen Resilienzstrategien: Anwendbarkeit der RESILOC-Tools.
Einbeziehung der Bürger und Koproduktion lokaler Strategien: die lokalen Resilienzteams (LRTs).
Empfehlungen zur strategischen Planung für Resilienz in einer Multi-Level-Governance-Perspektive.


Speaker
Ramona Velea
Institute of International Sociology of Gorizia
Direktor

Karsten Uhing
Fraunhofer
Projekt Manager

Uberto Del Prato
IES Solutions
Geschäftsführer

Giorgia Kakovic
Institute of International Sociology of Gorizia
Wissenschaftlerin

Paola Lorenzoni
Gemeinde Gorizia
Projekt Manager

+ Ergebnisse

Exklusive Warnungen? Erkenntnisse aus der Evakuierung von (verschiedenen) Menschen, die vom Sommerhochwasser 2021 in Limburg (Niederlande) betroffen waren (EN)

In diesem Workshop werden wir Möglichkeiten erörtern, wie die Katastrophenvorsorge inklusiver und effektiver gestaltet werden kann. Dabei werden wir uns auf Forschungsergebnisse zu den unterschiedlichen Erfahrungen der von der Sommerflut 2021 betroffenen Menschen stützen.

Ergebnisse

Im ersten Teil des Workshops werden wir die Ergebnisse eines laufenden Forschungsprojekts über Evakuierungsinformationen und das Verhalten und die Motivation der Menschen während des Sommerhochwassers 2021 in Limburg, Niederlande, vorstellen. Die Forschung basiert auf qualitativen Interviews, die mit Menschen in der Region geführt wurden, und konzentriert sich auf Faktoren, die ihre unterschiedlichen Erfahrungen und ihre Fähigkeit und/oder Bereitschaft zur Evakuierung bestimmen.

Im zweiten Teil des Workshops werden wir diskutieren, was diese Ergebnisse für die Praxis bedeuten, um die Katastrophenvorsorge (Warnung und Reaktion) zu verbessern und sie integrativer und effektiver zu gestalten. Außerdem möchten wir die Erkenntnisse aus den Niederlanden mit den Erfahrungen aus den Hochwasserereignissen in Deutschland und Belgien sowie den Erfahrungen mit der COVID-19-Pandemie vergleichen. Dieser Teil des Workshops ist interaktiv, so dass wir die Teilnehmer bitten möchten, ihre Erfahrungen in die Diskussion einzubringen.

Das Zielpublikum des Workshops sind Notfallmanager und -helfer sowie politische Entscheidungsträger Entscheidungsträger mit technischem (Hochwasserrisiko) und/oder sozialem Hintergrund. Wir streben ein vielfältiges Publikum an, das verschiedene Bereiche der Forschung und Praxis zu integrieren.


Speaker
Michelle Rudolph
HKV
Expertin Hochwasserrisiko und Gender

Daniela Rodriguez Castro
Univerisy of Liège
PhD Candidate

Solène Roucour
University of Liège
MSc Research Engineer
+ Ergebnisse

Von der Analyse der urbanen Resilienz zur Steigerung der urbanen Resilienz - Erfolgreiche Anpassung und Anwendung von Instrumenten in städtischen Kontexten (EN)

Wie kann urbane Resilienz gemessen werden und erhöht werden und wie können wir Organisationen und Gemeinschaften auf den Weg bringen, sie zu erreichen? Seien Sie dabei und lernen Sie von erfolgreichen Beispielen in Indonesien und Pakistan.

Ergebnisse

Zielsetzung: Austausch über erfolgreiche Anpassungen von Instrumenten an den städtischen Kontext.

  1. Wie kann Resilienz gemessen werden? Ein Blick auf Magelang, Indonesien. Welche Lehren hat die von Bintari geleitete Analyse gezogen? Was wurde bei der Anpassung und Anwendung von Instrumenten zur Messung der Resilienz gelernt?
  2. Wie kann die Resilienz erhöht werden? Ein Blick auf Karachi, Pakistan. Was lässt sich aus der Pilotanwendung des Urban Action Kit durch das PRCS in Karatschi lernen?
  3. Wie können urbane Resilienz und Kapazitäten kartiert werden? Ein Blick auf den erfolgreichen urbanen Kompass von IFRC/GRC zeigt einen Ansatz zur Unterstützung lokaler Umsetzer auf.
  4. Wie kann Technologie zur Stärkung der Resilienz eingesetzt werden? Wir werden einen aufschlussreichen Blick auf das DEEP-Tool werfen.

Nach aufschlussreichen Einblicken in die jeweilige Arbeit von vier verschiedenen Moderatoren wird der Raum in drei Coaching-Sitzungen aufgeteilt, in denen vertiefende Fragen gestellt und Herausforderungen bei der Anwendung verschiedener Instrumente in städtischen Gebieten ausgetauscht werden können. Dies ermöglicht den Teilnehmern eine sinnvolle Beteiligung.

Die Sitzung wird mit einer Podiumsdiskussion der Moderatoren abgeschlossen, in der gemeinsame Beobachtungen aus der Sitzung ausgetauscht werden können


Speaker
Thomas Smarczyk
Deutsches Rotes Kreuz
Referent Pilotprojekte Urban/ Methodologie

Jeff Woods
Deutsches Rotes Kreuz/ IFRC
Berater Humanitäre Hilfe in städtischen Kontexten - Afrika

Arief Khristanto
Bintari Foundation
Programm Manager
+ Ergebnisse

Risikokultur in verschiedenen Ländern: Wie können wir voneinander lernen, um eine positivere Risikokultur zu erreichen? (EN)

Einwilligung ändern
Die Risikokultur beschreibt, wie Gesellschaften und Gruppen Risiken wahrnehmen und mit ihnen umgehen. Risikokultur unterscheidet sich von Region zu Region und von Land zu Land, daher kann der Austausch von Ideen eine positive Risikokultur fördern. Der Workshop vergleicht internationale Perspektiven und initiiert gemeinsames Lernen.

Ergebnisse

Die Risikokultur umfasst die Art und Weise, wie Gesellschaften und Gruppen Risiken wahrnehmen und mit ihnen umgehen. Risikokultur unterscheidet sich von Region zu Region und von Land zu Land. Daher kann ein Gedankenaustausch dazu beitragen, die eigene Risikokultur besser zu verstehen und voneinander zu lernen, um eine progressive Risikokultur zu erreichen, die die Prävention fördert, da Risiken aktiv angegangen werden können. Ein wichtiger Bestandteil ist dabei die Risikokommunikation, die eine zentrale Rolle bei der Risikowahrnehmung spielt und eine positive Risikokultur stärken kann. Der Workshop wird internationale Perspektiven zum Thema Risikokultur vorstellen und vergleichen und ein gegenseitiges Lernen initiieren.

Die französische Association for Natural Disaster Risk Reduction - Natural and Technological (AFPCNT) und das Deutsche Komitee für Katastrophenvorsorge e. V. (DKKV) pflegen eine kontinuierliche Zusammenarbeit und haben gemeinsame Initiativen durchgeführt, um verschiedene Kooperationsaktivitäten und den Austausch von Good Practices zwischen ihren Mitgliedern als Teil der zivilgesellschaftlichen Strukturen ihrer jeweiligen nationalen Plattformen für Katastrophenvorsorge (DRR) voranzutreiben. Basierend auf den erfolgreichen WebTalks von AFPCNT und DKKV wird dieses Format nun verschiedene Risikokulturen erforschen, um die Kooperationsverbindungen und den Austausch von Fachwissen und bewährten Praktiken weltweit zu stärken.

Der Workshop richtet sich an ein breites Spektrum von Akteuren aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft, denn positive/progressive Risikokulturen erfordern einen ganzheitlichen Ansatz. Im Mittelpunkt des Workshops steht die Diskussion mit dem Publikum nach den kurzen Beiträgen der Panelisten.


Speaker
Ronja Winkhardt-Enz
Deutsches Komitee Katastrophenvorsorge
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Reimund Schwarze
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung − UFZ
Leiter der Abteilung „Klimaökonomie“ am UFZ

Irina Rafliana
German Institute of Development and Sustainability & Universität Bonn
Doktorandin/ Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Roland Nussbaum
French Association for Disaster Risk Reduction – Natural and Technological (AFPCNT)
Member of the Bureau

Sophie Guibault
Institute for Catastrophic Loss Reduction
Direktorin für Partnerschaften
+ Ergebnisse

Naturbasierte Lösungen für Gemeinden am Nil (EN)

Der Prinzessin-Margriet-Fonds des Niederländischen Roten Kreuzes entwickelt ein umfangreiches Programm zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit ausgewählter Gemeinschaften im Nilbecken in einer Reihe von Ländern. Für den Sudan sind die Inhalte am weitesten entwickelt, während für Ägypten und Äthiopien das Engagement gerade aufgebaut wird. Zu einem späteren Zeitpunkt ist die Einbeziehung des Südsudan und Ugandas vorgesehen. Der Ansatz wird sich um naturbasierte Lösungen drehen, bei denen die Wiederherstellung und der Erhalt von Ökosystemen Hand in Hand mit der Verbesserung der Sicherheit und Gesundheit der Gemeinschaften und der Verbesserung der wirtschaftlichen Möglichkeiten gehen.

Ergebnisse

In der Sitzung werden die Ziele und der Ansatz des Programms vorgestellt, und es werden Rückmeldungen eingeholt, die uns bei der weiteren Ausgestaltung des Programms helfen werden. Sie kann auch dazu führen, dass mögliche Partnerschaften mit den Teilnehmern erkundet werden. Wir beabsichtigen, die Sitzung in eine allgemeine Einführung in die Notwendigkeit von NbS im humanitären Sektor, insbesondere im RCRC, sowie in die wahrscheinlichen Herausforderungen und Chancen einzubetten.


Speaker
Mohammad Hassan
Ägyptischer Roter Halbmond
Disaster Management/ WASH Advisor

Sirak Temesgen
Niederländisches Rotes Kreuz
Disaster Risk Reduction Specialist

Jesper Jansweijer
Niederländisches Rotes Kreuz
Programme Manager

Raimond Duijsens
Niederländisches Rotes Kreuz
Community Resilience Advisor
+ Ergebnisse

Katastrophenschutz, Krankenhaus und Pflege: Vernetzung und Zusammenarbeit in Krisen und Katastrophen (DE)

Menschen mit medizinisch-pflegerischem Versorgungsbedarf sind in Krisen und Katastrophen besonders vulnerabel. Extremereignisse erfordern immer wieder die Evakuierung und Weiterversorgung stationär und ambulant versorgter Menschen. Der Workshop behandelt Herausforderungen der Koordination vielfältiger Schnittstellen in diesem Kontext.

Ergebnisse

Der praxisorientierte Workshop verfolgt das Ziel, mit Teilnehmenden aus Wissenschaft und Praxis Lösungswege für die Unterstützung der medizinischen und pflegerischen Versorgung von Menschen in Krisen und Katastrophen zu diskutieren. Krankenhauspatient*innen sowie ambulant gepflegte Personen sind abhängig von adäquater medizinisch-pflegerischer Versorgung und daher in Notlagen und Krisen in besonderem Maße vulnerabel. Sowohl die Corona-Pandemie als auch das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Jahr 2021 verdeutlichen die Relevanz einer krisenfesten und resilienten ambulanten und stationären medizinisch-pflegerischen Versorgungsinfrastruktur. In dem Workshop werden zum einen Möglichkeiten der vorübergehenden Dezentralisierung von Krankenhausstrukturen im Evakuierungsfall vorgestellt und erörtert. Zum anderen sollen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung und temporären Zentralisierung ambulanter Pflegeinfrastrukturen beleuchtet werden. Dabei stehen Möglichkeiten und Herausforderungen der Zusammenarbeit des Katastrophenschutzes an Schnittstellen mit relevanten Akteuren aus dem Gesundheits- und Pflegebereich und weiteren Akteuren des Sozialraums im Fokus. Neben medizinisch-pflegerischen und technischen Aspekten von Evakuierung und Weiterversorgung werden die Perspektive möglicher ethischer und psychosozialer Implikationen sowie sozialwissenschaftliche Betrachtungsweisen von kritischer Gesundheitsinfrastruktur und Evakuierungsprozessen in den Blick genommen. Auf diese Weise sollen Wege hin zu einem sozialraumorientierten Bevölkerungsschutz aufgezeigt werden und ein erweitertes Verständnis für die Koordination von und Kooperation bei Evakuierungsmaßnahmen im pflegerisch-medizinischen Kontexten geschaffen werden.


Speaker
Peter Windsheimer
Deutsches Rotes Kreuz
Wissenschaftlicher Referent 

Luisa Habbel
Deutsches Rotes Kreuz
Wissenschaftliche Mitarbeiterin 

Katharina Wezel
Universität Tübingen
Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Nicolas Bock
Freie Universität Berlin – Katastrophenforschungsstelle
Wissenschaftlicher Mitarbeiter 

Sidonie Hänsch
Freie Universität Berlin – Katastrophenforschungsstelle  
Wissenschaftliche Mitarbeiterin 

Alexander Roppelt
Universität Tübingen, Internationales Zentrum für Ethik in den Wissenschaften 
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
+ Ergebnisse

Thesen zur Zukunft der Stabsarbeit (DE)

Wir stellen 7 interdisziplinär erarbeitete Thesen zur Zukunft der Stabsarbeit vor und diskutieren konkrete Formen der Weiterentwicklung von Stabsarbeit.

Ergebnisse

Das von ca. 30 Expert:innnen erarbeitete Thesenpapier "Zukunft der Stabsarbeit" soll vorgestellt werden und mit den Teilnehmenden diskutiert werden. Nötige Umsetzungsschritte können gemeinsam erarbeitet werden.

Zielgruppe sind Führungskräfte und Mitglieder von Stäben aus dem Bevölkerungsschutz, den Einsatzorganisationen und KRITIS-Unternehmen sowie Expert:innen aus der Sicherheits- und Katastrophenforschung.

Speaker
Gesine Hofinger
Team HF - Hofinger, Künzer & Mähler PartG
Partnerin

Dominic Gißler
Akkon Hochschule für Humanwissenschaften
Vertretungsprofessor

Frank Fiedrich
Bergische Universität Wuppertal
Professor für Bevölkerungsschutz, Katastrophenhilfe und Objektsicherheit
+ Ergebnisse